Internetseite der Bürgerinitiative Lebendige Torstraße

Unser Plakat am Prenzlauer Tor

Unser Plakat am Prenzlauer Tor

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Worum es hier geht, findet ihr hier: [wofür]
Wir haben auch einen Instagram-Kanal

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Wir haben einen kleinen Erfolg zur Rettung der Bäume erzielt und dadurch etwas Zeit gewonnen. Nachdem in den letzten Monaten die Unterlassungsanträge vieler Eigentümer an der Torstraße pauschal abgewiesen wurden, hat der Unterlassungsantrag der Naturfreunde dazu geführt, dass die Senatsverwaltung eine Prüfung der vorgetragenen Argumente durchführt. Gleichzeitig gab es die schrifliche Zusage der Senatsverwaltung, dass es in 2026 keine Baumfällungen in der Torstraße geben wird.

Das verschafft uns eine Atempause, die wir nutzen wollen, um die Torstraße gemeinsam mit vielen anderen Projekten im öffentlichen Raum in den Koalitionsverhandlungen einer neuen Landesregierung so zu verankern, dass sie klimagerecht und zukunftsfähig umgesetzt werden.

Wir brauchen nun auch eure finanzielle Unterstützung

Da wir als Bürgerinitiative Lebendige Torstraße kein Verein, sondern nur ein loser Zusammenschluss von engagierten Menschen aus der Nachbarschaft sind, freuen wir uns, dass Changing Cities e.V. uns als gleichgesinnter gemeinnütziger Verein ermöglicht, Spenden für die Torstraßenkosten zu sammeln. Unterstützung brauchen wir aktuell vor allem für Rechtsanwalts- und Gutachtenkosten.

Spendet bitte an folgendes Spendenkonto:
Changing Cities e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE71 3702 0500 0001 4944 00
BIC: BFSWDE33BER
Verwendungszweck: Torstrasse

Alles, was wir als Bürgerinitiative tun, machen wir ehrenamtlich. Um wirksam zu werden, brauchen wir jedoch eure finanzielle Unterstützung.

Dass wir einen Zwischenerfolg erreichen konnten, liegt daran, dass wir einen erfahrenen Umwelt-Rechtsanwalt hinzugezogen haben. Ein Naturschutzverband unterstützt vor allem für die artenschutzrechtlichen Belange. Einige Leute, die als Wohnungseigentümer klageberechtigt sind, haben schon Geld zur Verfügung gestellt, damit das rechtliche Verfahren anlaufen konnte. Damit hören wir jetzt natürlich nicht auf. Wir benötigen vor allem Geld für Rechtsanwaltskosten und für gerichtsfeste Gutachten.

Wir müssen einfach mal Danke sagen für euren nicht nachlassenden Support!

Wir sind so dankbar, dass ihr immer wieder auf unsere Mittwochs-Demos gekommen seid. Egal ob Baum-Yoga, Demokratie-, Tanz- oder Kinder-Demo. Wir haben etwas bewirkt, die Torstraße ist in aller Munde und kaum jemand, außer der Senatsverwaltung, sagt noch, dass die absurde Umbauplanung der Torstraße richtig ist. Die Senatorin findet leider keine Zeit, unsere Petitionsunterschriften anzunehmen. Wir denken uns unseren Teil und machen weiter.
Am vergangenen Mittwoch, unserer erstmal letzten wöchentlichen Demo, haben wir mit euch zusammen überlegt, wie es weiter geht. Was brauchen wir in Zukunft für eine lebendige Torstraße? Gehen wir weiter auf die Straße? Wie halten wir das Netzwerk mit all den anderen Initiativen auch nach der Wahl aufrecht, die ein Baumfällmoratorium fordern?

Wir planen, in Zukunft nur noch einmal im Monat und zwar jeweils am zweiten Mittwoch im Monat eine Demonstration anzumelden. Von euch kam während der Demo ein deutliches Votum für eine spätere Anfangszeit: 18:00 Uhr.

Plakat zur Kinder-Demo

Illustration: Marie Schwab

Das war eine tolle Kinder-Demo am 16.09.!
Viele Kinder – und auch einige Erwachsene – hatten sich als Tiere verkleidet, es ging um Kinderrechte und Straße für alle. Danke allen Eltern und Kindern, die dabei waren und deutlich gemacht haben, dass so wichtige Planungen wie der Umbau einer Straße nicht funktioniert, ohne die Bedürfnisse der Kinder zu berücksichtigen. Und ohne die Kinder zu beteiligen.


Bitte verbreitet und unterschreibt weiterhin die Petition! Wir haben schon fast 11.500 Unterschriften, sammeln aber noch bis zum 11. November weiter.

Danke für den tollen Baum-Rave auf der Torstraße

Plakat zum BaumRave

Die BI Lebendige Torstraße rief gemeinsam mit dem Gewerbeinitiative Torstraße und vielen anderen Initiativen und Verbänden auf zum
BaumRave
am Freitag, 18.9.2026 18.00 -22.00 Uhr

zwischen Ackerstraße und Rosenthaler Platz

Direkt vor unserer Haustür in Berlin Mitte, auf der Torstraße zwischen Ackerstraße und Rosenthaler Platz fand der Abschluss des Berliner Klima- und Baumwahlkampfs statt, am Freitag Abend vor der Wahl. Es war eine besondere Kundgebung mit zahlreichen Speakern, Musik und Drinks. Ein Fest für unsere Berliner Bäume. Für alle und mit allen, mit leidenschaftlichen Plädoyers für ein Baumfällmoratorium, die Umsetzung des Berliner Klimaanpassungsgesetzes, Demokratie und Beteiligung.  Mit uns riefen zahlreiche Initiativen, die in Berlin für den Erhalt von Bäumen kämpfen, auf, um noch einmal ein Zeichen zu setzen vor der Wahl. Dazu beteiligten sich Verbände und Organisationen sowie viele Gewerbetreibende der Torstrasse.

Kommt gerne zu unseren Ini-Treffen in die Torstraße 190!

Die nächsten Treffen der Menschen, die aktiv in der Bürgerinitiative sind oder es werden wollen (immer in der Begegnungsstätte Mehr Mitte, Torstraße 190):
Mittwoch, 30.09.2026, 19:30 Uhr
Mittwoch, 14.10.2026, 19:30 Uhr
Mittwoch, 28.10.2026, 19:30 Uhr

Die Vorbereitung der Tiefbaumaßnahmen schreitet unter der noch amtierenden Senatsverwaltung weiter voran. Hier gibt es keine Entwarnung!

Die Senatsverwaltung hat die Umgestaltung der Torstraße am 30. Juni öffentlich ausgeschrieben. Damit hatten viele nicht gerechnet. Aktuell wurde die Frist zur Abgabe der Angebote verlängert. Firmen konnten bis zum 04. September Angebote abgeben. Die Bindefrist für die Angebote wurde vom 30. Oktober auf den 16. November 2026 verlängert. Bereits im Oktober oder November könnte die Auftragsvergabe abgeschlossen sein und die Bauarbeiten beginnen. Dass vorher schon die Wahl zum Abgeordnetenhaus stattgefunden hat, spielt dabei keine Rolle, denn die neue Regierung (aus welchen Parteien sie auch immer bestehen wird) muss sich erst zusammenfinden, einen Koalitionsvertrag aushandeln und so weiter. So lange bleibt die alte Regierung im Amt und ist in ihren Handlungen nicht beschränkt.

Der Bauablauf soll laut Ausschreibung in mehreren Abschnitten erfolgen:
Phase 0: Vorbereitungsmaßnahmen (u. a. werden alle Mittelinseln entfernt!)
Phase 1: Rosenthaler Platz
Phase 0 und 1 sollen zusammen 7 Monate dauern, bei Baustart im Oktober also bis April 2027. Wie es östlich des Rosenthaler Platzes weiter geht, ist dann immer noch nicht geklärt.
Phase 2: Gesamte Nordseite der Torstraße (16 Monate)
Da diese Phase frühestens im April 2027 beginnen kann, müssten die Bäume auf der Nordseite vor dem 1.März gefällt werden, um „Baufreiheit“ zu schaffen.
Phase 3: Mitte der Torstraße (3 Monate)
Phase 4: Gesamte Südseite der Torstraße (14 Monate)
Hier droht die Fällung der Bäume spätestens ab Oktober 2028, vielleicht aber auch schon früher (wenn man schon mal dabei ist vielleicht schon mit den Bäumen auf der Nordseite)
Phase 5: Restarbeiten (3 Monate)
Wahrscheinlich werden erst jetzt einige Jungbäume gepflanzt.

Die Senatsverwaltung hat zwar behauptet, dass das Klimaanpassungsgesetz eingehalten wird, in den Plänen zur Ausschreibung ist davon jedoch nichts zu erkennen.

Wer sich selbst ein Bild über den aktuellen Stand der Planung machen möchte, konnte sich bis vor kurzem die Unterlagen auf der Berliner Vergabeplattform anschauen. Heute sind die Unterlagen allerdings nicht mehr aufzufinden – ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Danke, dass ihr dabei wart, an unserer langen Tafel der Baukultur am 19.6.26

Es war mit 33 Grad so wahnsinnig heiß an dem Tag, dass wir uns dazu entschlossen haben, die lange Tafel nicht in der Sonne, sondern im Schatten der Bäume aufzubauen. Dort war es angenehm und viele Nachbarinnen und Nachbarn haben sich informiert und ausgetauscht. Vielen Dank an alle, die sich an der Vorbereitung beteiligt haben!

Initiative und offener Brief der Gastronomie und des Gewerbes an der Torstraße

Zahlreiche Gewerbetreibende an der Torstraße haben Anfang Juni einen offenen Brief zu den geplanten Straßenumbaumaßnahmen verfasst. Als Initiative „Torstraße beleben“ erteilen sie der Art und Weise, wie dieSenatsverwaltung für Verkehr die Umgestatung plant und umsetzen will, eine klare Absage.

„Wir haben den Eindruck, dass über die Zukunft der Straße entschieden wird, ohne die Menschen einzubeziehen, die täglich hier arbeiten, investieren und Verantwortung tragen. Es gab keine Beteiligung des Gewerbes, keine belastbaren Gespräche über Auswirkungen und keine Antworten auf die existenziellen Fragen der betroffenen Betriebe.

Allein im Abschnitt zwischen Rosenthaler Platz und Chausseestraße, welche Gruppe wir vorerst hier vertreten, stehen nach unserer Einschätzung rund 250 Arbeitsplätze akut auf dem Spiel.“
…

„Unsere größte Sorge ist nicht Veränderung.Unsere größte Sorge ist, dass die Torstraße zur nächsten Berliner Dauerbaustelle wird.„

Hier gibt es den offen Brief in voller Länge zum Download

Vor-Ort-Termin des Petitions-Ausschusses

Bereits im letzten Sommer hat ein Mitstreiter unserer Bürgerinitiative eine Petition an den Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses gerichtet, in der die Planungsinhalte und die manglende Beteiligung bemängelt wurden. Nach einer Reihe von offensichtlich fehlerhaften bzw. widersprüchlichen Antworten der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt an den Petitionsausschuss kommt es nun zu einem Ortstermin.

Die Vertreterinnen und Verteter des Petitionsausschusses nahmen sich zwei Stunden Zeit, um die heutige Situation zu erkunden und sich die Planungabsichten erklären zu lassen. Die für die Planung zuständige Abteilung der Senatsverwaltung und der Bezirksstadtrat Christopher Schriner waren ebenfalls anwesend. .

Begehung mit dem Petitionsausschuss an der Kreuzung Torstraße / Ackerstraße. Hier sollen Bäume gefällt werden, damit eine zusätzliche Mittelinsel eingebaut werden kann. Das ist aus Sicht der Bürgerinitaitive vermeidbar. An vielen anderen Stellen scheint Sicherheit offenbar keine Rolle zu spielen, vor allem nicht für Kinder.

Die Chance wurde genutzt, an neuralgischen Punkten der Planung deutlich zu machen, wie wenig die Alltagsanforderungen berücksichtig wurden. Schulwege ohne sichere Überquerungsmöglichkeiten, vermeidbare Baumfällungen, eine Fahrbahngstaltung, die zu überhöhten Geschwindigkeiten motiviert, viel zu wenig Platz auf den Gehwegen mit gefährlichen Engstellen, gefährliche Führung des Fahrradwegs auf der Südseite im Seitenbereich, keine Gewähr für das Durchkommen von Rettungsfahrzeugen.

Gleichzeitig fallen viele notwendige Nutzungen einfach weg: Taxistand, Jelbi-Stationen, Haltemöglichkeit für Schulbusse. Alles nur, um währen der morgendlichen und nachmittäglichen Spitzenstunde „freie Fahrt für Autos“ zu haben.

An der Veranstaltung haben etwa 20 Menschen aus der Nachbarschaft und von der Bürgerinitiative teilgenommen. Die meisten Fragen konnten von der Verwaltung jedoch nicht beantwortet werden mit dem lapidaren Hinweis „Das ist eine politische Frage, da müssen Sie sich an die Politik wenden“. Bezeichnenderweise kommen von „der Politik“ genau die gleichen Argumente, aber andersherum: „Das sind keine politischen Entscheidungen, das machen wir aus verkehrstechnischen Gründen, da vertrauen wir unseren Fachleuten“. Berlin ist, wie es ist, weil diese organisierte Nichtzuständigkeit regiert. Und mit einem „weiter so“ wird leider – für viel Geld – nichts besser, aber vieles schlechter.

Infostand am Straßenfest Choriner Straße

Infostand der Bürgerinitiative Lebendige Torstraße auf dem Choriner Straßenfest

Wir waren am 30.5. auf dem Choriner Straßenfest mit einem Infotisch präsent und haben Unterschriften gesammelt. Auch die Nachbarschaft nördlich der Torstraße in Pankow ist von der „Umgestaltung“ betroffen. Viele haben allerdings gedacht, dass die Fällung der Bäume mit dem neuen Bäume-Plus-Gesetz (Klimaanpassungsgesetz Berlin) vom Tisch sein müsste. Doch das ist leider nicht so. Möglicherweise schon im Herbst, spätestens aber bis zum Ende der Baumfällsaison im Frühjahr nächsten Jahres sollen dutzende alte Bäume gefällt werden. Wir haben niemanden gefunden, der diese Maßnahme sinnvoll findet. Die meisten waren aber sofort bereit, unsere Petition zu unterzeichnen. Vielen Dank dafür!

Müll ist Mist – wir wollen doch die Bäume retten! Aufräumaktion am 15. März am Rosenthaler Platz

Aufräumaktion
am
Rosenthaler Platz
So. 15.3. 11-14 Uhr

Am Sonntag, den 15.4. haben wir den Müll aus den Baumscheiben rund um den Rosenthaler Platz beseitigt. Leider scheint es Teil der urbanen Praxis zu sein, das bisschen unversiegelte Erde um die Bäume in der Torstraße als Müllplatz zu benutzen. Die leeren Baumscheiben, in denen bis vor ein paar Jahren ebenfalls alte Bäume standen, genauso: Tausende Zigarettenkippen, Plastikteile, Verpackungen, Kronkorken und anderes Zeug liegen da rum und verpesten Boden und Wasser, vergiften Pflanzen und Tiere.

Darum treffen wir uns am Sonntag, 15. März um 11 Uhr am U-Bahn-Aufzug und stellen in drei Stunden rund um den Rosenthaler Platz einen besseren Zustand her. Das wird vermutlich nicht lange halten, aber ist wenigstens ein Anfang. Und es besteht die Chance, die Menschen, denen wir begegnen, etwas zu sensibilisieren.

Hier ein Bild von unserer Aktion am 1. März.

Baumverlust und Raumverlust – ohne uns!

Schon
heute
wenig
Platz
am
Rosenthaler
Platz

Es ist verdammt eng am Rosenthaler Platz. Schon heute. Und die Umbauplanung der Torstraße will ausgerechnet hier nochmal ein gewaltiges Stück Fläche der Fahrbahn zuschlagen. Das ist vielen Menschen noch gar nicht klar. Mit Ausschankflächen am Platz dürfte dann Schluss sein – da sprechen die Pläne der Senatsverwaltung eine andere Sprache als die Texte auf der Projekt-Internetseite. Wir wollen die Aufräumaktion am Sonntag auch dazu nutzen, auf diese Fehlplanung hinzuweisen und vor Ort aufzuzeigen, wie absurd die Planung ist. Eigentlich müsste hier mehr Platz für Fußverkehr, Gastro und Bäume her, statt dessen wird alles, was nicht Fließverkehr ist, an den Rand gedrängt. Übrigens ohne einen nennenswerten Vorteil für den Fließverkehr. Das hört sich nicht nur absurd an, es ist absurd.

Stadtnatur statt Blechlawine!
Wir haben die Hecke an der Torstraße vom Müll befreit

Die wertvolle Hecke im Süden der Torstraße ist durch die Planung bedroht. Am 1. März haben wir gemeinsam den Müll aus der Hecke geholt. Wir wollten damit ein Zeichen setzen: Für mehr Stadtnatur und gegen die Zerstörung des Lebensraums für Tiere, Pflanzen und Menschen.

Das war anstregend und mühsam, hat aber gemeinsam ungeheuer viel Spaß gemacht und das Ergebnis ist toll: Die Spatzen waren sehr dankbar und haben uns das auf ihre Art auch gezeigt.

Glückliche Menschen vor Hecke mit glücklicheren Spatzen. Danke allen!

Wer hat bisher unterschrieben und warum?

Wir haben uns bei unserer Online-Petition für OpenPetition entschieden, weil es hier möglich ist, Kommentare zur eigenen Unterschrift abzugeben. Die Möglichkeit, ihre Unterschriften zu kommentieren, haben bisher 1.300 Menschen genutzt. Daher wissen wir ganz gut, warum die Menschen unterschrieben haben.

An erster Stelle: Bedingsloser Baumerhalt (ca. 1.000 Kommentare, davon ca. 450 zu Klimawandel, Klimaanpassung, Hitze)
Die Unterschreibenden bewerten das Fällen gesunder Altbäume für zusätzliche Fahrspuren als „Schildbürgerstreich“ und klaren Verstoß gegen das Berliner BäumePlusGesetz sowie die Ziele zur Klimaanpassung. Bäume werden als lebensnotwendige „natürliche Klimaanlagen“, Staubsauger, Lärmschutzhilfen und notwendige Heimat für städtische Tierarten (z.B. Vögel, Insekten, Kleintiere) wahrgenommen.

An zweiter Stelle: Mobilitätswende statt Kapazitätsverstetigung 
Die geplante durchgängige Vier-Spurigkeit wird als massiver Angriff auf die Anwohnenden und die benachbarte Stadtgesellschaft empfunden.  Die Kommentierenden fordern stattdessen: 
– Sichere Radinfrastruktur
– Vorrang für den Umweltverbund
– Tempo 30 als Standard

An dritter Stelle: Lebensqualität und Kiezcharakter
Die Torstraße ist kein reiner Transitraum, sondern ein Lebensraum. Weniger Platz auf den Gehwegen würde die lokale Gastronomie und den Einzelhandel existentiell bedrohen. Die Bürgerinnen und Bürger fordern eine „Humanisierung“ des öffentlichen Raums nach dem Vorbild europäischer Metropolen wie Paris, Kopenhagen oder Barcelona. 

Was viele Kommentare eint: Fassungslosigkeit. Wie kann heute noch allen Ernstes eine Planung verfolgt und durchgezogen werden, die so offensichtlich einseitig dem Kfz-Verkehr den Vorrang für viele Jahrzehnte gibt und diesem Ziel alle anderen Aspekte unterordnet. Das ist nicht nur unfassbar, sondern auch blind gegenüber den vielen Beispielen, die zeigen wie es besser geht.

Baumfällungen zugunsten des Autoverkehrs drohen auch woandes: Unterstützt die Petition in der Ollenhauerstraße

Bildquelle: Screenshot der Openpetition-Seite, 02.02.26, 19:15

Auch in Reinickendorf sollen sehr viele Bäume gefällt werden, weil es angeblich nicht anders geht. Dass es anders geht, hat auch das dortige Bündnis klar gemacht, weshalb es ein Moratorium der Planung und eine Neuausrichtung unter Erhalt der Bäume fordert. Der Fall liegt ganz ähnlich wi in der Torstraße, Baulastträger ist hier allerdings nicht der Senat, sondern der Bezirk.
Link zur dortigen Petitionsseite: openpetition.de/!ymdzz

Die BVV Mitte befürwortet mehrheitlich eine ganzheitliche Planung der Torstraße

Der Bezirk ist zwar nicht für die Straßenplanung zuständig, der Beschluss gibt unserem Anliegen aber Rückendeckung. Im Bezirk arbeiten übrigens Stadtentwicklungs-, Umwelt- und Moblitätsressorts zusammen – warum nicht auf Senatsebene?

In ihrer Sitzung am 18. Dezember 2025 hat die Bezirksverordnetenversammlung auf Antrag der Bündnisgrünen Fraktion mehrheitlich beschlossen:
Das Bezirksamt wird ersucht, sich beim Senat für eine Überarbeitung der aktuellen Planung zur Umgestaltung der Torstraße zwischen Rosenthaler Platz und Chausseestraße einzusetzen und eine Umgestaltung des östlichen Teils der Torstraße (Rosenthaler Platz bis Mollstraße) in die Planung zu integrieren, sodass eine gesamtheitliche Planung für die Torstraße erfolgt. Dabei sind folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Die Torstraße ist zweistreifig mit je einem Kfz-Fahrstreifen pro Richtung zu planen – entsprechend der realen durchschnittlichen täglichen Verkehrsstärke (DTV) sowie einschlägigen Planungsrichtlinien.
  • Alle gesunden Bäume im Straßenabschnitt sind vollständig zu erhalten. Ein umfassendes Artenschutzgutachten ist einzuholen, insbesondere zu geschützten Arten wie Fledermäusen, Spatzen sowie weitere gebäudebewohnenden Arten und die Ergebnisse sind verbindlich in die Planung zu integrieren. Die Vorgaben des Berliner Klimaanpassungsgesetzes und des Stadtentwicklungsplans Klima 2.0 sind vollständig einzuhalten – insbesondere das 3:1-Ersatzpflanzungsgebot, das in der Torstraße in der aktuellen Planung real nicht erfüllbar wäre.
  • Die Neuplanung soll durchgängige, sichere, vom Fuß- und Kfz-Verkehr getrennte Radwege, mindestens eine Beibehaltung der aktuellen Bürgersteigbreite, keine Verkleinerung der Baum- und Grünstreifen, sichere Fußgängerüberwege, eine funktionale Organisation der Seitenbereiche (Lieferzonen, Behindertenstellplätze, notwendiges Parken, Jelbi-Stationen, Schulbus-Haltestelle) beinhalten. Eine konsequente Gestaltung für Tempo 30 ist vorzunehmen, ergänzt durch bauliche geschwindigkeitsdämpfende Elemente. Die Erreichbarkeit und Funktionsfähigkeit der Gewerbeeinheiten und Außengastronomie ist zu sichern und negative Auswirkungen auf deren wirtschaftliche Existenz zu verhindern.
  • Eine unverzügliche, umfassende Beteiligung aller Betroffenen, Nutzenden und relevanten Fachverbände ist durchzuführen. Bis zum Abschluss einer solchen Beteiligung sollen sämtliche Planungs- und Vergabeschritte des Senats ruhen. Alle aktuellen Entscheidungen des Senats zur Ausschreibung und Vergabe auf Grundlage der bisherigen Planung sind zu stoppen und eine Neuplanung ist vorzunehmen, die eine lebenswerte, klimaresiliente und zukunftsfähige Torstraße zum Ziel hat.

Aufzeichnung der Senats-Veranstaltung ist veröffentlicht

Auf den Informationsseiten der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt ist seit wenigen Tagen ein Link auf die Aufzeichnung der „Bürgerinformationsveranstaltung“ auf der Plattform YouTube zu finden.

Wir sind dabei, die Aussagen der Senatsverwaltung aus der Aufzeichnung auszuwerten und auf ihre Evidenz, bzw. ihren Wahrheitsgehalt, zu prüfen. Das gleiche machen wir mit den Antworten der Senatsverwaltung auf die Fragen im Diskussionsteil, die wir notiert haben.

Unser Advents-Kalender ist geöffnet

Vom 1. bis zum 24. Dezember wollen wir jeden Tag (im Laufe des Tages) ein Türchen öffnen, um eine überraschende, spannende, persönliche oder historische Perspektive auf die Torstraße zu werfen. Wir sind selbst gespannt, was hier alles zum Vorschein kommt.
Hier geht es zum Adventskalender

Unsere Petition ist online!

Viele Menschen in unserer Nachbarschaft, die von den Senatsplänen zur Umgestaltung der Torstraße hörten, haben uns darauf angesprochen, wo sie unterschreiben können, um die Umsetzung dieser verfehlten Planung noch zu verhindern. Wir haben uns daher entschlossen, eine Petition auf der Plattform Open Petition aufzusetzen.

Uns geht es nicht darum, möglichst viele Unterschriften von irgendwoher zu bekommen, sondern Stimmen aus der Nachbarschaft. Darum wollen wir weniger mit Social-Media-Kanälen arbeiten, sondern mit Mundpropaganda hier im Kiez. Wir werden auch vor Ort Unterschriften sammeln und fordern euch auf, das ebenfalls zu tun. Wer Online unterschreibt, kann die Gründe angeben, warum er oder sie unterschreibt.

Umdenken für eine lebendige Torstraße – Die Zukunft unserer Stadt mit den Menschen gestalten
Rethinking Torstraße to make it more vibrant – Shaping the future together with the residents
Repensando Torstrasse para hacerla más vibrante: ¡Diseñemos juntos el futuro de nuestra ciudad!

Da hier viele Menschen leben, deren Muttersprache nicht deutsch ist, gibt es auch Versionen der Petitionsseite in Englisch und Spanisch und demnächst in Türkisch.

Der Link zur deutschsprachigen Seite: openpetition.de/!torstrasse
Der Link zur englischsprachigen Seite: Link
Der Link zur spanischsprachigen Seite: Link

Demo für sichere Radwege macht Halt an der Torstraße

Vielen Dank an alle, die am 3. Dezember an der Fahrraddemo für sichere Radwege und an der Zwischenkundgebung am Rosenthaler Platz teilgenommen haben.

Auch hier haben wir wieder unsere Baum-Umarmungs-Bilder hochgehalten, die unserem unbedingten Wunsch nach einer lebendigen und lebenswerten Torstraße Ausdruck verleihen.

Jeden ersten Mittwoch im Monat finden Respect Cyclists Fahrraddemos für sichere Radewege in ganz Berlin statt. Die Aktuelle Demo am 3.12. machte dieses Mal eine Runde über den 1. Bauabschnitt der Torstraße. Gegen 18:45 fand eine Zwischenkundgebung am Rosenthaler Platz statt.

Mehr Informationen zur Demo unter: https://respect-cyclists.de/

Vielen Dank für die tolle Demo am Mittwoch 19.11.2025!

Bei Klick auf das Bild gibt es noch ein anderes Bild, das ihr, wie dieses, gern teilen dürft!

Wenn die Planung der Senatsverwaltung für Verkehr umgesetzt würde, müssten schon im Februar 2026 40 Linden in der Torstraße gefällt werden. Für eine Planung, die ohne Beteiligung erfolgt und in keiner Weise zukunftsfähig ist.

Am 19.11.2025 fand eine „Bürgerinformationsveranstaltung“ der Senatsverwaltung statt. Aus diesem Anlass haben wir vor dem Haus der Senatsverwaltung, wo die Torstraße geplant wird, demonstriert

Für die Rettung unserer Linden in der Torstraße! Für eine zukunftsfähige Planung, die klimaangepasst ist und Sicherheit für alle Menschen auf der Torstraße bietet. Und für die Beteiligung der Menschen mit all ihrem Wissen und ihren Alltagswirklichkeiten.

Mehr zur Veranstaltung und zur Demo erfahrt ihr in unserem Newsletter, zu dem ihr euch gerne weiter unten anmelden könnt.

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